Mehr als Mais und Soja: Testbiotech informiert über neue Gentech-Organismen und Verfahren

Der Verein Testbiotech will der Gentechnik-Debatte unter dem Titel „Der Gentechnik Grenzen setzen!“ neue Impulse verleihen. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen neue gentechnische Verfahren und gentechnisch veränderten Organismen, derzeit auf uns zukommen. Verbunden ist die Information mit Mitmachaktionen, die dazu beitragen sollen, im Jahr der Bundestagswahl von den Parteien und ihren Kandidaten politische Verantwortung einzufordern.. „Mit unserer Aktion wollen wir eine informierte und kritische Auseinandersetzung ermöglichen. Wir hoffen, dass viele engagierte Menschen davon Gebrauch machen“, sagt Testbiotech-Geschäftsführer Christoph Then.

Zu Begin der Kampagne stellte Testbiotech gentechnisch veränderte Äpfel, Fische und Insekten der US-Firma Intrexon vor. Die Äpfel wurden 2016 erstmals in größeren Mengen geerntet und sollen 2017 in den USA vermarktet werden. Sie sehen in aufgeschnittenen Zustand auch dann noch appetitlich und frisch aussehen, wenn sie es längst nicht mehr sind. Bis 2018 will Intrexon über eine halbe Million dieser Bäume gepflanzt haben. Mit genmanipulierten Mücken verspricht das Unternehmen, Krankheiten wie Denguefieber oder Zika zu bekämpfen und hat in Süd- und Mittelamerika schon Millionen Tiere freigesetzt. In Europa würde Intrexon gerne manipulierte Frucht- und Olivenfliegen testen.

Würden diese Pläne realisiert, wäre es mehr oder weniger unmöglich, die Ausbreitung der Gentechnik-Insekten zu kontrollieren. Somit wäre es auch nicht möglich, etwaige negative Folgen für die Ökosysteme zu verhindern, warnt Testbiotech