USA: Wie gesund ist ein veganer Gentech-Burger?

In den USA hat das Unternehmen Impossible Foods einen fleischlosen Burger auf den Markt gebracht, dessen Patties nach Fleisch schmecken und auch so aussehen. Angeboten wird das Produkt erst in einigen ausgewählten Restaurants in New York, Texas und Kalifornien. Doch mit millionenschweren Beteiligungen von Bill Gates, Google und anderen Investoren wollen die veganen Burgerbrater nicht nur die USA erobern. Jetzt sind Zweifel aufgetaucht, ob der vegane Burger überhaupt gesund ist.

Die New York Times hat berichtet, dass die US-Lebensmittelbehörde bereits 2015 Bedenken hatte, den Burger als sicheres Lebensmittel zu klassifizieren. Sie bezog sich dabei auf Dokumente, die die Behörde aufgrund des Freedom of Information Act herausgeben musste. Sie zeigen, dass Impossible Foods bei der FDA beantragt hatte, die entscheidende Zutat des Burgers als „generell sicher“ anzuerkennen. Dabei handelt es sich um ein von genmanipulierten Hefen hergestelltes Soja-Protein, das bisher von Menschen nicht verzehrt wurde. Dieses Leghämoglobin ähnelt dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin bei Mensch und Tier, kommt aber in den Wurzelknöllchen von Hülsenfrüchten wie Soja vor. Und die landeten bisher nicht auf dem Esstisch. Der FDA reichten die von Impossible Foods vorgelegten Dokumente nicht aus, um die Sicherheit von Leghämoglobin zu bestätigen. Strittig war und ist insbesondere die mögliche allergene Wirkung des Proteins.

Impossible Foods entgegnete dem Bericht der New York Times, dass man das neue Sojaprotein ausführlich untersucht habe und mehrere Allergieexperten die Unbedenklichkeit bestätigt hätten. Doch genau diese Tests hält die FDA für nicht ausreichend. Das Unternehmen will jetzt eine Fütterungsstudie und weitere Untersuchungen veröffentlichen, die es nach der Kritik der FDA in Auftrag gegeben hatte.

„Impossible Foods soll seine Burger vom Markt nehmen, bis die FDA deren Sicherheit bestätigt hat”, forderte Jim Thomas von der kanadischen Umweltorganisation ETC Group, die die FDA-Unterlagen veröffentlicht hatte. Gleichzeitig kritisierte er die Lebensmittelgesetzgebung in den USA. Denn auch wenn die Lebensmittelbehörde Bedenken äußert und einer Zutat den Status „generell unbedenklich“ verweigert, dürfen Produkte mit dieser Zutat weiter verkauft werden – bis die Behörde die Zutat als „unsicher“ bewertet. Und das hat die FDA bisher nicht getan.

 

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