Studie: Gentechnikfreie Ernährung verringert Gesundheitsbeschwerden

US-Amerikaner, die auf eine gentechnikfreie Ernährung umgestiegen sind, berichten in einer Studie über deutliche Verbesserungen in ihrem Gesundheitszustand. Allerdings sind die Ergebnisse mit einer gewissen Vorsicht zu genießen.

Autor der Studie ist Jeffrey Smith, Geschäftsführer des Institute for Responsible Technology (IRT). Diese gentechnikkritische Nichtregierungsorganisation hat sich die Aufklärung über Gesundheitsgefahren von Genfood auf die Fahnen geschrieben. Smith hat für seine Studie über 3.200 Menschen befragt, die auf eine gentechnikfreie Ernährung umgestellt hatten. 85 Prozent von ihnen antworteten, dass sich dadurch Verdauungsprobleme gebessert hätten. Über zwei Drittel gaben an, dass sie signifikante Verbesserungen bis hin zu komplett verschwundenen Beschwerden erlebt hätten. Müdigkeit, Übergewicht, Konzentrationsschwierigkeiten, Simmungsschwankungen und Allergien waren weitere Gesundheitsprobleme, die sich bei 50 Prozent und mehr der Befragten gebessert hatten. Insgesamt hatte Smith Änderungen bei 28 verschiedenen Beschwerden abgefragt.

Der Autor weist selbst auf die Einschränkungen seiner Studie hin: Die Befragung war nicht repräsentativ und umfasste Menschen aus dem Adressenpool von IRT, die bereits über mögliche Gesundheitsgefahren von Genfood informiert waren. Bei einer Umstellung der Ernährung werden von den Betroffenen generell häufig Beschwerden genannt, die mit Ernährung verbunden sind, wie Verdauungsprobleme. Auch beschränkte sich die Umstellung in vielen Fällen nicht auf Genfood, sondern umfasste auch eine vegetarische, vegane oder glutenfreie Ernährung. Ohne sorgfältig kontrollierte klinische Studien sei es unmöglich festzustellen, welchen Anteil – falls überhaupt – die gentechnisch veränderten Lebensmittel an den Beschwerden gehabt hätten, schreibt Jeffrey Smith. Dennoch liefere die Studie Hinweise, dass Genfood die Gesundheit beeinträchtigen könne.

 

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