Schon wieder Gentech-Weizen in den USA aufgetaucht

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) teilte mit, dass auf einem unbepflanzten Feld im US-Staat Washington gentechnisch veränderter, gegen das Herbizid Roundup resistenter Weizen gefunden worden sei. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Weizen in die Lebensmittelkette gelangt sei.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters räumte eine Sprecherin des Bayer-Konzerns ein, dass sich an dem Fundort früher eine Versuchsfläche ihres Tochterunternehmens Monsanto befunden habe. Monsanto hatte dort in den 1990er und 2000er Jahren glyphosatresistenten Weizen entwickelt, stellte die Versuche jedoch 2004 ein. Warum der Weizen 15 Jahre später wieder auftauchte, muss jetzt USDA klären. Gegenüber der Nachrichtenagentur UPI sagte ein USDA-Sprecher, er rechne damit, dass Ergebnisse in sechs bis neuen Monaten vorliegen werden.

In den letzten Jahren war mehrmals Gentech-Weizen aus den alten Monsanto-Versuchen in den USA gefunden worden. 2013 in Oregon, 2014 in Montana und 2016 in Washington. 2018 schließlich tauchte in der kandischen Provinz Alberta herbizidresistenter Monsanto-Weizen auf. Damals und auch 2013 hatten Japan und Südkorea Weizen-Einfuhren aus den USA zeitweise gestoppt, was Schäden in Millionenhöhe verursachte. Auf den neuerlichen Fund gab es anscheinend keine Reaktionen.

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