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Weltweit erstes Nachweisverfahren für gen-editierte Pflanze vorgestellt

Ein Team von Nichtregierungsorganisationen, „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnungsverbänden aus Europa, Neuseeland und den USA sowie Österreichs führender Einzelhändler Spar haben eine öffentlich zugängliche Nachweismethode für die durch Genomeditierung hergestellte herbizid-toleranten Rapssorte Falcon der US-Firma Cibus vorgestellt. Es ist die erste Nachweismethode für eine bereits kommerziell genutzte Pflanze, die durch neue gentechnische Verfahren hergestellt wurde. Das US-Labor, dass für die beteiligten Organisationen das Verfahren entwickelt hatte, stellte es parallel dazu in einer Fachzeitschrift vor.

Durch das neue Verfahren können EU-Mitgliedsländern bei ihren Kontrollen den in der EU nicht zugelassenen Cibus-Raps erstmals aufzuspüren und so verhindern, dass er illegal in die Nahrungs- und Futtermittelkette gelangt. Gleichzeitig beweist das Nachweisverfahren, dass auch Produkte der neuen Gentechnik identifiziert und von ähnlichen, nicht gentechnisch veränderten Produkten unterschieden werden können. Die Methode sei hochempfindlich und spezifisch, schreiben die Initiatoren. „Sie entspricht voll und ganz den EU-Anforderungen für den Nachweis von GVOs. Ihre Validität und Zuverlässigkeit wurde durch das GVO-Analyselabor des Umweltbundesamtes Österreich geprüft und bestätigt.“

Alexander Hissting, Geschäftsführer des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik, nannte die neue Nachweismethode einen „Meilenstein für den Schutz von Verbrauchern, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft in der EU. Wir haben diesen Test entwickelt, weil die Behörden es versäumt haben.“ Franziska Achterberg von Greenpeace Europa sagte: „Jetzt gibt es keine Ausreden mehr – bestehende Sicherheits- und Kennzeichnungspflichten müssen auch auf diese neuen Gentechnik-Produkte angewendet werden.“ der grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner nannte die neue Messmethode „ein Armutszeugnis für Ministerin Klöckner und die EU-Kommission, die dieses dringend benötigte Nachweisverfahren zwei Jahre nach dem EuGH-Urteil nicht zustande gebracht haben.“

 

 

 

Glyphosat beeinflusst den Stoffwechsel resistenter Sojabohnen

Was passiert in einer gentechnisch veränderten Sojapflanze mit Glyphosatresistenz, wenn sie mit dem Herbizid besprüht wird? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler des norwegischen Instituts für Biosicherheit GenØk und einer brasilianischen Universität. Sie bauten zwei verschiedenen Gentech-Sojabohnen von Bayer/Monsanto im Gewächshaus an: eine nur mit Glyphosatresistenz, eine weitere, die zusätzlich auch ein Bt-Toxin gegen Schädlinge bildet. Die Pflanzen wurden mit einem glyphosathaltigen Herbizid in der in Brasilien üblichen Dosierung behandelt. Acht Stunden später untersuchten sie den Stoffwechsel der Pflanzen.

Dabei zeigte sich, dass der Kohlenstoffstoffwechsel, der Energiestoffwechsel und die Photosynthese durch die Herbiziddusche negativ beeinflusst wurden. Zudem verursachte diese oxidativen Stress und aktivierte das Entgiftungssystem der Pflanzen. Bei den Pflanzen mit zwei gentechnischen Veränderungen fiel die Stressreaktion deutlich stärker aus.
Diese Stoffwechselstörungen erklären nach Ansicht der GenØk-Wissenschaftler nicht nur bereits beobachtete Wachstumsstörungen bei solchen Pflanzen. Vor allem die Stressreaktionen könnten auch dazu führen, dass unerwünschte Inhaltsstoffe gebildete werden, die den Nährwert der Pflanzen herabsetzen, sagte Sarah Agapito-Tenfen von GenØk dem Portal GMwatch. „Wir empfehlen den Zulassungsbehörden, dieselben Techniken, die wir in dieser Studie verwendet haben, als Risikobewertungskriterium einzubeziehen“, erklärte die Wissenschaftlerin. Auch sollte bei der Risikobewertung gentechnischer Pflanzen gezielt nach solchen Antinährstoffen gesucht werden.

GMWatch verwies auf eine 2016 erschienene Studie, die vergleichbare Stoffwechsel- und Stress-Effekte auch bei gentechnisch verändertem Mais zeigte. Beide Studien bestätigten, dass gentechnisch veränderte Pflanzen eben nicht „wesentlich gleichwertig“ zu den unveränderten Sorten seien, heißt es auf GMWatch. Zudem seien sie besonders anfällig für Umweltbelastungen.
Relevant ist die Studie demnach auch für die EU-Lebensmittelbehörde EFSA und deren Art und Weise, die Risiken von gv-Pflanzen zu bewerten. Denn dabei geht die EFSA von der wesentlichen Gleichwertigkeit oder substanziellen Äquivalenz zwischen der gv-Pflanze und ihrem konventionellen Pendant aus. Nach Abweichungen, wie sie die GenØk-Studie gezeigt hat, sucht die EFSA deshalb gar nicht. Sie hat die beiden von GenØk untersuchten Soja-Linien schon vor Jahren für den Import als Lebens- und Futtermittel zugelassen.

In Florida dürfen nächstes Jahr 750 Millionen Gentech-Moskitos fliegen

Das Gentechnik-Unternehmen Oxitec darf in den nächsten beiden Jahren 750 Millionen gentechnisch veränderte Tigermücken auf der amerikanischen Inselgruppe Florida Keys freilassen. Die männlichen Mücken wurden so verändert, dass deren weibliche Nachkommen absterben und nur die männlichen überleben – die diese Eigenschaft erben und beim nächsten Paarungsakt weitergeben. So will Oxitec die natürliche Population der Tigermücke (Aedes aegypti) drastisch reduzieren. Denn die Tiere könnnen gefährliche Krankheiten wie das Denguefieber oder das Zika-Virus übertragen.

Wie Umweltschützer warnen, birgt das Projekt eine Reihe von Risiken: So war bei früheren Versuchen festgestellt worden, dass tatsächlich auch ein kleiner Anteil gefährlicher weiblicher Mücken ausgesetzt wurde. Außerdem weist die Organisation Center for Food Safety (CFS) darauf hin, dass möglicherweise nicht alle weiblichen Larven tatsächlich absterben. So könnten sich durch die Kreuzung verschiedener Mückenarten neue Hybridmücken bilden. die am Ende gefährlicher seieen als die Ausgangsart. CFS verweist auf eine aktuelle Studie, wonach in der Folge einer Oxitec-Freisetzung in Brasilien die veränderten Gene in der Wildpopulation nachgewiesen werden konnten. Unklar sei auch, was mit Vögeln oder Säugetieren passiert, welche die genveränderten Mücken fressen. CFS-Direktor Jaydee Hanson sprach daher von einem „Jurassic Park-Experiment“.

Entsprechend groß ist der öffentliche Widerstand, seit die Pläne bekannt wurden. Eine Petition gegen das Vorhaben auf der Webseite change.org haben mehr als 235.000 Menschen unterschrieben. Bei der US-Umweltbehörde EPA äußerten sich nach Angaben des Informationsdienstes Gentechnik während der öffentlichen Anhörung mehr als 31.000 Bürger ablehnend zum Projekt. Nur 56 hielten es für nötig. Auch auf den Florida Keys haben sich die betroffenen Anwohner mehrheitlich gegen die Freisetzung der Mücken ausgesprochen. Doch die örtlichen Behörden stimmten ebenso wie der Staat Florida dafür. Die US-Bundesbehörden EPA und FDA hatten das Projekt schon zuvor durchgewunken.

Von Gentechnik-Pestiziden und nano-kleinen Gen-Fähren

Die Schweizer Allianz Gentechfrei (SAG) warnt vor technischen Entwicklungen, die derzeit aus dem Zusammenwirken von Agro-Gentechnik und Nanotechnologie entstehen. Anlass für die Warnung war ein Artikel in der Fachzeitschrift Nature Food, in dem Professor Thilo Hofmann von der Universität Wien den Stand der Forschungen zusammenfasste. Besonders bedenklich sind aus Sicht der SAG zwei Anwendungen der nano-kleinen Winzteilchen: Nanokapseln als Gen-Fähren für Crispr/Cas sowie Pestizide, die aus gentechnisch verändertem Erbgut bestehen.

Gen-Scheren wie Crispr/Cas müssen, damit sie auf das Erbgut einwirken können, erst einmal in eine Zelle geschleust werden. Dies passiert bisher wie bei der alten Gentechnik durch Beschuss mit Metall-Partikeln (Gen-Kanone) oder durch Bakterien als Genfähren. Allerdings zeigten inzwischen mehrere Studien, dass beim Reparieren der mit Gen-Scheren zerschnittenen DNA-Stränge auch Erbgutschnipsel dieser Bakterien mit eingebaut werden: ein unerwünschter Nebeneffekt mit unbekannter Wirkung. „Mithilfe von Nano-Carriern, also kleinen Kapseln, kann genetisches Material in die Pflanze eingeschleust werden“, erklärt die Universität Wien. Das könnte aus Sicht von Hofmann und seinen Kollegen die Zulassung neuer gentechnischer Verfahren erleichtern, da dann kein fremdes Bakterien-Erbgut mehr in die Pflanze eingebracht würde. Dennoch „wird das Erbgut durch einen nicht natürlichen Mechanismus verändert – laut dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes und laut Gentechnikgesetz handelt es sich also doch um GVO“, hält die SAG dem entgegen. Noch allerdings stecke diese Art der gentechnischen Veränderung von Pflanzen mithilfe der Nanotechnologie erst im Laborstadium.

„Deutlich weiter fortgeschritten sind die Nanotech-Experimente mit den sogenannten RNA-Sprays“, warnt die SAG. RNA steht für Ribonukleinsäure, ein DNA-ähnliches Molekül mit verschiedenen Funktionen. So kann die RNA genetische Information übertragen und dafür sorgen, dass aufgrund dieser Information Proteine gebildet werden. Andere RNA-Moleküle regulieren die Aktivität von Genen und können diese an- oder abschalten. Bei RNA-Sprays werden Pestizide versprüht, die doppelsträngige Ribonukleinsäure (dsRNA) als Wirkstoff enthalten. Die RNA wird von den Schädlingen beim Fressen und Saugen aufgenommen, legt in deren Organismus lebenswichtige Gene still und tötet sie dadurch.

Zwar lassen sich auch Pflanzen so gentechnisch verändern, dass sie selbst diese dsRNA herstellen, etwas der von Monsanto und Dow entwickelte Gentech-Mais Smart Stax Pro. Doch müssen solche Pflanzen als GVO zugelassen werden. Von Präparaten, welche direkt auf die Pflanze gesprüht werden könnten, erhoffen sich die Hersteller mehr Akzeptanz, schreibt die SAG und erklärt: „Doch einmal ausgesprüht, verlieren diese Präparate sehr schnell ihre Wirkung. Um ihre Lebensdauer zu erhöhen, arbeiten die Forscher daran, die dsRNA in Nanopartikeln einzupacken.“ Die ersten Zulassungsanträge für dsRNA-Sprays seien schon auf dem Weg – etwa für einen Spray gegen den Kartoffelkäfer in den USA. In der Übersichtsarbeit von Hofmann sei von einer „geringen Wahrscheinlichkeit schädlicher Auswirkungen bei Nicht-Zielarten und Menschen“ die Rede. „Doch bezüglich solcher Nebenwirkungen sind kaum Daten vorhanden“, fügt die SAG hinzu.

 

Crispr: Sieben Kopien eingebaut statt einer

Wieder einmal hat eine Erbgut-Manipulation mit der Gen-Schere Crispr/Cas zu unerwünschten Nebeneffekten geführt. Diesmal traf es ein Kalb, in dessen Erbgut die Kopie eines Gens eingebaut worden war. Statt einer Kopie fanden die Wissenschaftler mehrere, dazu noch Erbgut eines Bakteriums, das ihnen als Gen-Fähre gedient hatte. Immerhin, das Tier lebt. Es soll nach dem Willen der Wissenschaftler der Universität von Kalifornien, die es manipuliert haben, künftig vor allem männliche Nachkommen zeugen.

Denn Bullen setzen mehr Fleisch an als Kühe, verwerten das Futter besser und bringen deshalb Rindermästern mehr Geld. Noch mehr Geld brächte ein Bulle, der nur männliche Nachkommen zeugen würde. Seit fünf Jahren versuchen Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Davis, einen solchen Bullen zu erschaffen.

Bei Säugetieren bestimmen die Chromosomen als Träger des Erbguts das Geschlecht. Embryozellen mit einem X- und einem Y-Chromosom wachsen zu einem ein Männchen heran. Zellen mit zwei X-Chromosomen zu einem Weibchen. Denn nur auf dem Y-Chromosom befindet sich ein Gen namens SRY, das dafür sorgt, dass der Embryo männliche Geschlechtsmerkmale entwickelt. Die kalifornischen Gentechniker versuchten nun mit Hilfe von Crispr/Cas in Embryozellen eine Kopie von SRY auf dem X-Chromosom einzubauen. Das müsste, so die Idee dahinter, dazu führen, dass auch ein eigentlich weibliches Kalb mit zwei X-Chromosomen männliche Merkmale entwickelt. Weil sich das nicht wie geplant umsetzen ließ, installierten sie das SRY-Gen auf einem anderen Chromosom (Nr. 17), das bei männlichen und weiblichen Tieren vorkommt.

Das US-Magazin Wired schildert ausführlich die Schwierigkeiten, mit denen die Forscher zu kämpfen hatten, bevor schließlich das Crisprs-Kalb Cosmo auf die Welt kam. Die Erbgut-Untersuchung ergab, dass es mit seinemY-Chromosom sowieso ein Bulle geworden wäre. Auch das Chromosom 17 enthielt, wie geplant, das SRY-Gen. Doch nicht nur das: Laut Wired fanden sich in 90 Prozent der untersuchten Zellen gleich sieben Kopien von SRY statt einer. Zwei der Kopien waren verkehrt herum eingebaut worden. Auch fanden die Wissenschaftler Erbgut des Bakteriums, mit dessen Hilfe sie die Gen-Schere ins Embryo geschleust hatten. Wired zitiert dazu einen australischen Gentechniker, der mit Crispr bei Mäusen arbeitet. Mehrere Kopien und unerwünschtes Bakterienerbgut seien sehr typisch, sagte er dem Magazin: „Wir haben das bei Mäusen schon oft gesehen“. Die Wissenschaftler seien gut darin, die Genbearbeitung bei Tieren effizient zu machen, „aber wir sind noch nicht gut darin, sie sicher zu machen“, zitiert Wired den Gentechniker. Die kalifornischen Wissenschaftler betonten, dass das Kalb lebensfähig sei, und wollen nun abwarten, wie es sich entwickelt.

Die US-Lebensmittelbehörde FDA hatte Anfang des Jahres mitgeteilt, sie werde genom-editierte Tiere und deren Produkte vor der Vermarktung einer ausführlichen Risikobewertung unterziehen. Die Behörde hatte im Erbgut von Bullen, die mit Hilfe der Gen-Schere TALEN künftig Hornlosigkeit vererben sollten, Genmaterial von gentechnisch veränderten Bakterien gefunden. Auch diese waren als Hilfsmittel verwendet worden, um die Gen-Schere in die Zelle zu schleusen. Die US-Firma Recombinetics hatte bereits 2014 beim Europäischen Patentamt ein Patent auf diese hornlosen Rinder beantragt. Diesen Antrag hat das Unternehmen jetzrt vorerst auf Eis gelegt, wie das Umweltinstitut München mitteilte.

Korrigiert am 13.08.2020: Die Kopie des SRY-Gen wurde nicht auf dem X-Chromosom sondern auf Chromosom 17 eingebaut.

Großbritannien: Regierung will das Gentechnikrecht deregulieren – aber nicht sofort

Im britischen Oberhaus ist ein Versuch, das britische Gentechnikrecht zu schleifen und neue gentechnische Verfahren ohne Zulassung zu erlauben, vorerst gescheitert. Vorausgegangen war eine erfolgreiche Kampagne britischer Gentechnikkritiker. Sie warnen davor, dass trotz des Erfolgs die Debatte noch lange nicht vom Tisch ist.

Die britische Politik war immer schon besonders gentechnikfreundlich. Nun eröffnet der Brexit die Möglichkeit, das britische Gentechnikrecht unabhängig von der EU neu zu gestalten. Dazu brachte im Mai brachte eine parteiübergreifende Gruppe von Parlamentariern und Mitgliedern des Oberhauses einen Änderungsantrag zum Landwirtschaftsgesetz ein, dass das britische Parlament seit zwei Jahren diskutiert. Dieser Zusatz sollte den Umweltminister ermächtigen, die Definition von gentechnisch veränderten Organismen zu ändern. Dadurch könnte die Regierung das Gentechnikrecht am Parlament vorbei deregulieren und zahlreiche neue gentechnische Verfahren und deren Erzeugnisse ohne Risikoüberprüfung zulassen.

Die gentechnikkritischen Organisationen Beyond GM, GM Freeze and GM Watch alarmierten die Öffentlichkeit und riefen zu Protestmails auf. Sie kritisierten, dass mit der Änderung unsichere Organismen „in die Umwelt freigesetzt und in unsere Lebensmittel aufgenommen werden können, ohne dass Risikobewertungen, Monitoring, Rückverfolgbarkeit oder Verbraucheretikettierung gesichert seien.“ Zudem würde die Ermächtigung für den Umweltminister „Macht vom Parlament auf die Regierung verlagern und die demokratische Rechenschaftspflicht in einer heiklen und heiß diskutierten Frage verringern.“ Die drei Organisationen erinnerten daran, dass gerade die konservative Wählerschaft sich in Umfragen gegen Gentechnik in der Landwirtschaft ausspreche. Zudem könnte eine Deregulierung die Ausfuhr britischer Agrarerzeugnisse und Lebensmittel in die EU erschweren.

Die Kampagne war so erfolgreich, dass der eingebrachte Änderungsantrag nach einer zweistündigen Debatte im zuständigen Ausschuss des Oberhauses zurückgezogen wurde. In einer Analyse schreibt Beyond GMO, dass sowohl das Oberhaus als auch die Regierung weiterhin für eine Deregulierung seien. Verfangen habe vor allem das Argument, dass das Landwirtschaftsgesetz der falsche Platz und der Änderungsantrag das falsche Vorgehen für eine Deregulierung sei. Der Antrag sei nur zurückgezogen worden, weil parallel dazu die Regierung „erneut betont hatte, die breite Anwendung des Genome Editing in der britischen Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie voranzutreiben, zu fördern und zu erleichtern“, schreibt Beyond GMO. Offensichtlich sei auch, dass die Regierung dabei keine übertriebene Eile habe, sondern die Öffentlichkeit auf ihre Seite ziehen wolle. Deshalb habe Lord Gardiner, parlamentarischer Staatssekretär des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums, auch angekündigt, dass es im Herbst eine öffentliche Konsultation geben werde, ohne aber Einzelheiten über Form oder Umfang zu nennen. Beyond GMO befürchtet, dass eine solche Konsultation im üblichen Rahmen lediglich zum Schlagabtausch bekannter Standpunkte führen würde ohne tiefer zu gehen. Als Beispiel dafür, dass auch eine andere Art des Austausches möglich sei, verwies die Organisation auf ihr eigenes Format ‚A Bigger Conversation’, in dem seit drei Jahren Befürworter und Gegner gentechnischer Verfahren in der Landwirtschaft miteinander diskutieren. Notwendig sei der Austausch, weil das Thema Deregulierung weiter auf der Agenda stehe und in den nächsten Jahren verstärkt debattiert werde – wenn nicht im Rahmen des Landwirtschaftsgesetzes, dann eben „im Zusammenhang mit den Strategien Großbritanniens in den Bereichen Handel, Bioökonomie und Industrie“.

 

Studien enttarnen versteckte Lobbyorganisation

Zwei kürzlich erschienene Arbeiten aus den USA beleuchten eine der effektivsten Lobbyorganisationen der Ernährungsindustrie und der Gentechnikkonzerne: das International Life Sciences Institute (ILSI). Es ist auch in Europa tätig und präsentiert sich gerne als gemeinnützige Organisation, die sich für die öffentliche Gesundheit engagiert.

Politikwissenschaftler aus Cambridge und Mailand hatten Akten ausgewertet, die von der Organisation U.S. Right to Know bereitgestellt worden waren. Diese hatte 2015 bis 2018 fünf Anfragen nach dem Freedom of Information Act gestellt und 15.000 Seiten Akten erhalten, die den Austausch von ILSI mit vier Universitäten dokumentierten: Texas A&M, University of Illinois, University of Colorado and North Carolina State University.

Die Wissenschaftler entdeckten in den ausgewerteten E-Mails ein Aktivitätsmuster. ILSI versuche „die Glaubwürdigkeit von Wissenschaftlern und Akademikern auszunutzen, um die Positionen der Industrie zu stärken und von der Industrie erarbeitete Inhalte in Sitzungen, Zeitschriften und anderen Aktivitäten unterzubringen“. Beispielhaft beschreibt die Studie, wie ein Professor aus Illinois und ein hochrangiger Monsanto-Manager sich darüber verständigten, dass die Industriemitarbeiter zwar Inhalte für Studien liefern und diese gegenlesen können, aber nicht als Co-Autoren aufgeführt werden sollten. Denn das würde die Glaubwürdigkeit der Publikationen gefährden. Allein 2012 spendete Monsanto laut der Studie 500.000 US-Dollar an ILSI. Ein Jahr später standen auch Bayer, BASF und Syngenta mit jeweils über 100.000 US-Dollar auf der Unterstützerliste.

Die Wissenschaftler kamen auch zu dem Ergebnis, ILSI habe aktiv versucht, unerwünschte Positionen an den Rand zu drängen. Sie schlossen daraus, dass diese „unzulässige Einflussnahme der Industrie durch Dritte wie ILSI“ ein verbessertes Management von Interessenkonflikten durch die Forscher erfordere. Sie verlangten, ILSI als privatwirtschaftliche Einrichtung und nicht als unabhängige, wissenschaftliche Non-Profit-Organisation einzuordnen.

Diese Forderung erheben europäische Lobby-Beobachter wie Corporate Europe Observatory (CEO) seit Jahren. CEO hatte bereits 2011 veröffentlicht, dass fünf der von der EU-Lebensmittelbehörde EFSA berufenen Gentechnik-Experten enge Verbindungen zu ILSI hatten. Noch stärker war damals der Einfluss von ILSI in dem für Pestizidbewertung zuständigen EFSA-Gremium.

Die US-Organisation Corporate Accountability hat für einen Bericht zusammengetragen, wie ILSI die amtlichen Ernährungsempfehlungen in den USA (Dietary Guidelines for Americans) beeinflusst. Diese Empfehlungen werden alle fünf Jahre von einem vom US-Kongress eingesetztes Experten-Gremium überarbeitet. Bereits seit dem Jahr 2000 habe die Mehrheit dieser Experten enge Verbindungen zu ILSI, heißt es in dem Bericht. Aktuell hätten 15 der 20 Gremiumsmitglieder direkte Verbindungen zur Industrie oder seien von Gruppen nominiert worden, die von der Industrie unterstützt werden. Der Bericht stellt diese Mitglieder vor und beschreibt, welche Rolle sie bei der laufenden Überarbeitung der Empfehlungen für die Jahre 2020-2025 spielen. Auch die Rolle, die ILSI bei der Erarbeitung von Ernährungsempfehlungen in Südamerika und Indien spielt, wird beleuchtet.

ILSI wurde 1978 von einem früheren Vizepräsidenten von Coca-Cola gegründet. Mehrfach leiteten hochrangige Mitarbeiter des Konzerns die Organisation. Die Gelder kamen sowohl von Lebensmittel- als auch von Gentechnikkonzernen, deren Interessen das ILSI ebenfalls offensiv vertritt. Anfang des Jahres beendete Nestlé stillschweigend seine Mitgliedschaft bei ILSI. Auch Süßigkeitenhersteller Mars hat die Organisation verlassen.

EuGH-Urteil: Zwei Jahre nichts passiert

Zahlreiche Organisationen haben Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgeworfen, die vor zwei Jahren getroffene Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) nicht umgesetzt zu haben. Derweil machte die Ministerin einmal mehr deutlich, dass sie lieber das EU-Gentechnikrecht ändern möchte, um das Urteil des EuGH auszuhebeln.

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bio-Dachverbandes BÖLW sagte: „Durch ihr Nichtstun gefährdet Julia Klöckner Wirtschaft und Bürger. Genmanipulierte Pflanzen könnten Europas Landwirtinnen, Lebensmittelhersteller oder Kundinnen einfach untergejubelt werden.“ Dass diese Gefahr real ist, machte Pia Voelker vom Gen-ethischen Netzwerk deutlich. In den USA werde der genomeditierte herbizidresistente Raps Falco des US-Unternehmens Cibus „seit 2015 dereguliert angebaut und könnte unbemerkt den Weg in europäische Versorgungsketten finden“, sagte Voelker.

Aus Sicht der gentechnikkritischen zivilgesellschaftlichen Organisationen ist die EuGH-Entscheidung nach wie vor ein Meilenstein. „Denn nur so gelten auch für mit neuen gentechnischen Verfahren hergestellte Organismen Vorgaben zur Risikoprüfung, Kennzeichnung, Zulassung und Transparenz“, erläuterte Daniela Wannemacher, Gentechnik-Expertin des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Das Gericht habe klar gemacht, „dass Organismen, die mit der Genschere CRIPR/Cas verändert wurden, eine potenzielle Gefahr für Umwelt und Verbraucher*innen darstellen, solange diese nicht risikogeprüft und zugelassen werden“, ergänzte die Aurelia-Stiftung.

Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) verwies deren Gentechnik-Expertin Annemarie Volling darauf, dass in Europa bis auf einige Regionen in Spanien keine Gentechnik-Pflanzen angebaut würden. „Das ist ein großer wirtschaftlicher Vorteil für europäische Bäuerinnen und Bauern, weil sie das anbauen und vermarkten können, was Verbraucher*innen mehrheitlich wollen – und was der europäische, asiatische und zunehmend auch der US-Markt verlangt: gentechnikfreie Ware!“, argumentierte Volling.

Auch der Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik (VLOG) betonte die wirtschaftliche Bedeutung des Ohne-Gentechnik-Sektors, sieht in aber in Gefahr: „Zwei Jahre nach dem EuGH-Richterspruch brauchen wir vor allem endlich zuverlässige Nachweisverfahren für neue Gentechnik-Verfahren und deren konsequente Anwendung“, sagte VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting.

23 Verbände der Agrar- und Lebensmittelindustrie hingegen forderten in einer gemeinsamen Erklärung die „Rechtsgrundlage für die Anwendung neuer Züchtungstechniken“ anzupassen. Sie begründeten die damit gemeinte Deregulierung neuer gentechnischer Verfahren vor allem mit deren Potential, „Ernteausfälle infolge des Klimawandels zu minimieren, indem sie Nutzpflanzen schneller widerstandsfähig gegen Wetterextreme und Schädlinge machen“. Außerdem müssten „die Bestimmungen zu agrarischen Rohstoffen verschiedener Weltregionen miteinander kompatibel sein, damit die internationalen Handelsströme weiterhin funktionieren und die Versorgungsmärkte sowie Arbeitsplätze nicht gefährdet werden.“

Bei der Umsetzung ihrer Pläne können Agrar- und Lebensmittelindustrie auf Ministerin Klöckner zählen. Diese erklärte in einem Beitrag für den Tagesspiegel, sie wolle „mehr Gentechnik wagen“ und begründetet dies damit, dass dadurch Züchtungsprozesse massiv beschleunigt werden könnten.

Seit Jahren werde behauptet, mit Hilfe von neuen gentechnischen Verfahren wie Crispr/Cas ließen sich Pflanzen entwickeln, die mit Trockenheit zurechtkämen oder mit neuen Resistenzen gegen Krankheiten und Schädlinge ausgestattet seien, entgegnete Eva Gelinsky von der IG Saatgut. „Ob trockentolerante Crispr-Pflanzen jemals Marktreife erlangen und sich auch im Anbau bewähren werden, ist fraglich“, sagte Gelinsky. „Denn die gewünschten Eigenschaften beruhen in vielen Fällen nicht auf einzelnen DNA-Abschnitten, sondern gehen aus einem komplexen Zusammenspiel vieler Gene, der Umwelt der Pflanzen und unterschiedlicher Steuerungsmechanismen hervor.“ Bisher seien konventionelle Züchter erfolgreicher darin, Pflanzen mit derart komplexen Eigenschaften zu erzeugen.

Berufung gescheitert: Bayer verliert Glyphosat-Prozess auch in der zweiten Instanz

Der California Court of Appeal hat im Fall Dewayne Johnson vs.Monsanto Company entschieden: Glyphosat ist krebserregend und Monsanto hat das verschwiegen. Allerdings kürzten die Richter aus formalen Gründen die Strafzahlungen. Damit hat die Bayer-Tochter Monsanto die Berufung im ersten großen Glyphosat-Musterprozess verloren.

Zwei weitere Berufungen in Musterprozessen sind noch anhängig. Alle drei Verfahren sind nicht in dem Vergleich enthalten, den der Konzern Ende Juni vorstellte. Denn Bayer hoffte darauf, dass eine nur aus Berufsrichtern zusammengesetzte Beschwerdekammer anders urteilen würde als eine aus juristischen Laien bestehende Geschworenen-Jury. Deren Schuldsprüche will der Konzern gerne loswerden – und musste nun eine herbe Niederlage hinnehmen.

Der unheilbar an Lymphdrüsenkrebs erkrankte Platzwart Dewayne Johnson war das erste Glyphosat-Opfer, das vor Gericht recht bekam. Zu 289 Millionen US-Dollar Schadenersatz verurteilte eine Jury in San Fancisco im August 2018 die Bayer-Tochter Monsanto. Später reduzierte die Richterin die Strafzahlung auf 78 Millionen Dollar. In der Berufungsverhandlung verringerte das Gericht die Strafe aus formalen Gründen noch einmal auf 20,5 Millionen Dollar (17,9 Millionen Euro). Die Summe setzt sich zu gleichen Teilen zusammen aus dem Schadenersatz, der Dewayne Johnson zugesprochen wird, und einer Strafzahlung. Denn auch das Berufungsgericht sah es als erwiesen an, dass das Pestizid Roundup die Krebserkrankung Johnsons verursacht hat und dass Monsanto die Krebsgefahr absichtlich verschwieg.

„Unserer Ansicht nach hat Johnson zahlreiche und auch belastbare Beweise dafür vorgelegt, dass Glyphosat zusammen mit den anderen Inhaltsstoffen in Roundup seinen Krebs verursacht hat“, stellte das Gericht fest. Es sah auch „substanzielle Beweise dafür, dass Monsanto vorsätzlich und bewusst ohne Rücksicht auf die Sicherheit anderer handelte“. Aufgrund dieser Beweise hätten die Geschworenen in der ersten Instzanz zurecht „böswillige Absicht“ auf Seiten Monsantos festgestellt und damit die Strafzahlung begründet.

Bayer bezeichnete die Entscheidung wegen der gekürzten Zahlung als „Schritt in die richtige Richtung“, wiederholte, dass es sich bei Roundup um ein sicheres Produkt handele und kündigte an, Rechtsmittel zu prüfen. „Im Grundsatz hat das Berufungsurteil die Sachlage bestätigt: Glyphosat ist gesundheitsschädlich und für das Krebsleiden des Klägers verantwortlich“, kommentierte der grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner das Urteil in der Süddeutschen Zeitung.

 

 

Nachweisverfahren für genomeditierte Pflanzen: Bund schreibt Studie aus

Vor zwei Jahren hat der Europäischen Gerichtshof entschieden, dass das EU-Gentechnikrecht auch für neue gentechnische Verfahren gilt. Seit zwei Jahren mahnen Organisationen der Zivilgesellschaft, dass es Verfahren braucht, mit denen sich Eingriffe durch diese Verfahren sicher nachweisen lassen. Nun hat das Bundeslandwirtschaftsministerium eine erste Studie ausgeschrieben. Sie soll zeigen, inwieweit es machbar ist, genomeditierte Pflanzen und ihre Produkte rechtssicher zu identifizieren. Ergebnisse sollen bis Ende August 2022 vorliegen.

Das Ministerium „benötigt externe Entscheidungshilfe“, schreibt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in der Ausschreibung. Es geht um die Frage, wie sich nachweisen lässt, ob das Genom einer Pflanze mit einem neuen gentechnischen Verfahren wie Crispr/Cas verändert wurde. Die Behörden brauchen solche Nachweisverfahren, um kontrollieren zu können, ob entsprechend veränderte Pflanzen unbeabsichtigt und/oder widerrechtlich auf den deutschen Markt gelangen. Deshalb hat die BLE eine „Machbarkeitsstudie zu Nachweis- und Identifizierungsverfahren für genomeditierte Pflanzen und pflanzliche Produkte“ ausgeschrieben. Interessierte öffentliche Forschungseinrichtungen konnten bis 15. Juni ihre Projektskizzen einreichen. Nach Angaben der BLE wurden zwei Skizzen eingereicht, „die sich derzeit noch im Bewertungsverfahren befinden. Das Vorhaben wurde noch nicht vergeben“, schrieb die BLE.

Was die beiden interessierten Forschungseinrichtungen tun sollen, steht relativ ausführlich in der Bekanntmachung. Als erstes müssen sie sich selber ihr Forschungsmaterial besorgen: „Ausgangspunkt für das Entscheidungshilfevorhaben ist vorliegendes Referenzmaterial einer genomeditierten markt-relevanten Pflanze (als Schüttgut gehandelte Getreide oder Leguminosen) und deren Elternlinie sowie die vorherige genaue Information über die Genomeditierung. Der Zuwendungsempfänger hat diese Referenzmaterialien sowie die Information über die Genomeditierung zur Verfügung zu stellen.“

Die einzige genomeditierte und für die EU derzeit markt-relevante Pflanze ist der herbizidresistente Raps Falco des US-Unternehmens Cibus. Er wird jetzt schon in Kanada und den USA dereguliert angebaut und könnte unbemerkt in die Versorgungsketten gelangen. Die Sojabohne des US-Unternehmens Calyxt mit veränderter Fettsäurezusammensetzung wird dagegen nach Firmenangaben im Vertragsanbau ausgebracht, getrennt geerntet und verarbeitet. Das Risiko, dass solche Bohnen versehentlich in konventionelle Sojalieferungen nach Europa geraten, ist deshalb geringer. Bei beiden Pflanzen könnten deutsche oder europäische Behörden es derzeit aber nicht feststellen, falls ihre Samen eine Lieferung von Raps- oder Sojasaatgut verunreinigten.

Das Problem für die deutschen Behörden ist, dass sie US-Unternehmen nicht verpflichten können, ihnen den „Bauplan“ ihrer gentechnischen Entwicklungen herauszugeben. Den bräuchten sie aber nach aktuellem Stand der Wissenschaft, um ein Nachweisverfahren dafür zu entwickeln. Und freiwillig geben Unternehmen eher selten Einblick in die Errungenschaften ihrer Forschung. Daher kann sich auch für die ausgeschriebene Machbarkeitsstudie nur bewerben, wer gentechnisch veränderte Pflanzen nebst „Bauplan“ mitbringt. In Frage kommen etwa deutsche Labore in öffentlicher Hand, die derzeit gefördert vom Bund daran arbeiten, Gerste, Weizen, Raps und Mais mit Gen-Scheren zu verändern. Sie hätten das notwendige Ausgangsmaterial, anhand dessen sie Nachweisverfahren entwickeln könnten, die für eine Zulassung der Pflanzen nach europäischem Recht notwendig sind.

Dazu müssen sie laut Ausschreibung das gesamte Genom sequenzieren und Abweichungen im Erbgut feststellen, die nicht durch natürliche Mutation sondern durch den Eingriff entstanden sind. In der zweiten Phase soll dann aus diesen Abweichungen ein rechtssicheres Nachweis- und Identifizierungsverfahren entwickelt werden. Gelänge dies, wäre ein Argument von Kritikern des EuGH-Urteils widerlegt, dass ein solcher Nachweis technisch gar nicht möglich sei. Noch nicht gelöst wäre vermutlich das Problem, an den Bauplan des Cibus-Raps zu kommen. Hier hätte die EU-Kommission erst in einem offiziellen Zulassungsverfahren eine Handhabe, genaue Angaben zum gentechnischen Eingriff zu verlangen.